Fächerübergreifende Maturaarbeit 2005 (ACG-Informatik) von Agim M.
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Der rasante Fortschritt moderner Medien bringt es mit sich, dass der Mensch einerseits als Anwender immer öfter mit virtuellen räumlichen (geometrischen) Objekten in Berührung kommt (3D-Planung von Küchen und Bädern, Visualisierungen komplexer Sachverhalte mittels Computeranimationen, 3D-Welten im Internet) und andererseits die Technik ein immer größeres Interesse entwickelt, ihre Modelle am PC (leicht editierbar) zu entwerfen (z.B.: Architekten planen Häuser mit Computerunterstützung, Maschinenbauer designen Motoren, ... ) - Raumintelligenz (Raumvorstellung, Raumdenken) und damit Geometrie gewinnt daher an Bedeutung. |
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Die klassische Darstellende Geometrie operiert fast ausschließlich mit Bleistift, Zirkel und Lineal und vermittelt ein hohes Niveau an konstruktiven Tricks zur Lösung räumlicher Probleme und zur Herstellung anschaulicher Bilder. Diese klassischen Problemlösungsstrategien erfordern viel Zeit und lassen keinen (wenig) Freiraum für moderne Konstruktionstechniken (CAD - Computer Aided Design). |
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Ein Vergleich aus der Mathematik:
Das zeitintensive, händische Wurzelziehen (Logarithmieren) wurde durch
den Einsatz des Taschenrechners obsolet; die dadurch gewonnene Zeit konnte
mit neuen, lebenspraktischen Inhalten (Schaltalgebra - wie vereinfacht man
elektrische Schaltkreise, lineare Optimierung - wie können in einem
Betrieb Ressourcen bestens genützt werden) gefüllt werden. Der
Taschenrechner (bzw. CAS - Computer Algebra System) hat in den letzten Jahren
die Schulmathematik nicht verdrängt, dafür aber eine Verschiebung
der Inhalte (weg von der Rechentechnik, hin zum mathematischen Verständnis)
bewirkt. Das Aufkommen leistungsstarker CAD-Systeme wird daher auch nicht die Bedeutung der Geometrie mindern, sondern vielmehr eine Stärkung bewirken. Viele interessante und angewandte Aufgabenstellungen, die bisher auf Grund ihres Umfangs nicht bewältigbar waren, können nun mit Computerunterstützung bearbeitet werden. Einerseits werden CAD-Kenntnisse in vielen Betrieben als Einstellungserfordernis angeführt, andererseits ist der Einsatz von CAD-Software in einschlägigen Studienrichtungen (Architektur, Bauing., "neue" Studienrichtungen,...) verpflichtend vorgesehen. |
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Die Schülerinnen und Schüler an der Marchettigasse lernen bereits im GZ-Unterricht didaktische CAD-Software kennen bzw. beschäftigen sich verstärkt mit dem auch intuitiven Erfassen räumlicher Gegebenheiten. Aufbauend auf diese Kenntnisse sollte in der Oberstufe eine Vertiefung dieser modernen Technologie erfolgen. |
Obigen Gesichtspunkten Rechnung tragend hat das BRG6 Marchettigasse an Stelle der klassischen DG ab dem Schuljahr 2002/2003 (7.Klasse, aufsteigend) einen Schulversuch "Angewandte Computerunterstützte Geometrie ( kurz: ACG)" eingereicht.
1. Schulung der Raumvorstellung und des Raumdenkens
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2. Kennenlernen der geometrischen Formenvielfalt
3. Grundverständnis für Projektionen und Risse
4. Lesen von Rissen
Methodische Hinweise:
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Nach unseren 15 SchülerInnen, die sich voller Energie als "Pioniere" für diesen Weg der Geometrie entschieden haben, freuen sich hoffentlich schon die nächsten Jahrgänge auf unser gemeinsames Arbeiten! |
Mag.E.Heinrich